Situation

Grundrisse

Schnitte und Fassadenansichten

Gebäudetechnik

Tragwerk

Modellbilder

BDA - Bachelor Diplomarbeit
Frühlingssemester 2017
Studio: Prof. Luca Deon Dipl. Architekt ETH BSA SIA

BDA - Aufgabenstellung

„Die Roche Diagnostics International AG im zugerischen Rotkreuz ist einer der weltweit führenden Anbieter von diagnostischen Systemlösungen für Kliniken, Labors und Arztpraxen. Am Standort Rotkreuz soll von den Studierenden ein neues Haus mit Büroräumen, Fitnesscenter und Gästezimmer geplant werden. Machart, Wirkung und Organisation prägen den architektonischen Entwurf der Studierenden.

Die Statik und ein schlüssiges Energiekonzept sind von Beginn weg als integraler Bestandteil der Entwurfsaufgabe in den städtebaulichen und architektonischen Entwurf zu integrieren. Es ist die erste Arbeit im Studium, welche komplett in Eigenverantwortung und abgesehen von drei Entwurfsdiskussionen selbständig bearbeitet wurde.

Die Aufgabe soll den Einsatz aller im mehrjährigen Studium erworbenen Kompetenzen und Fähigkeiten einfordern und damit auch eine Referenz geben über die Qualität und die Aktualität des Bachelorstudienganges an der HSLU.“

Arbeiten im Wald

“Mein Gebäude versucht mit Architektur, artifiziellen und natürlichen Elementen, ein neues Kriterium für die Aktivität der Menschen zu schaffen. Atmosphärisch wird versucht eine Analogie zum Wald herzustellen.”

Situation

Die Erschliessung in das Gebäude erfolgt über das Atrium. Das Erdgeschoss ist auf der Längsseite zurückversetzt und bildet einen negativen Sockel.

Konzept

Der Wald dient als Idee für das Bauprogramm. Die tragenden Stützen erhalten in diesem Raumgefüge eine prominente Präsenz. Durch die unterschiedlichen Stützen (normale, V und A) entsteht eine Analogie zum Wald und schafft räumliche Transparenz. Die architektonische Umsetzung hat einen artifiziellen Charakter. Im Atrium stehen die Bäume, welche von jedem Stock unterschiedlich wahrgenommen werden. Rundum das Atrium befindet sich die „socialize“ Zone, z.B. für spontane Meetings oder Kaffeepausen. Der Grünbereich ist für alle sicht- und spürbar.

Gebäudetechnik

Das Atrium dient als Lunge des Projekts „Arbeiten im Wald“. Durch den vertikalen Luftabzug entsteht ein Kamineffekt und die verbrauchte Luft kann über das Dach entweichen. Vom Atrium wird die Luft angezogen und in die einzelnen Räume verteilt. Im Atrium ist ein Zwischenklima. Es entsteht eine unterstützte natürliche Belüftung. Zur Kühlung dient die Nachtauskühlung und die Speichermasse im Unterlagsboden. Das Regenwasser wird für die Bewässerung der Bepflanzung eingesetzt. Die Fassadenbegrünung absorbiert CO2, verschattet und kühlt das Gebäude. Das Mikroklima verbessert sich und durch die Vegetation können sich
Flora und Fauna bilden. Die begrünte Fassade ist ein Beitrag zur urbanen Verdichtung und bietet eine neue Art des Arbeitsplatzes.

Tragwerk

Das Tragwerk ist ein Holzbau mit einem Betonsockel. Holz ist ein nachwachsender, regionaler Baustoff, enthält wenig graue Energie und besitzt eine neutrale CO2 Bilanz. Die Kerne sind aufgelöst und alle statischen Funktionen (horizontale und vertikale Aussteifung) werden über die Stützen gelöst. Als Deckenkonstruktion werden Lignaturelemente (Holz-Hohlkasten), welche jeweils auf einem Unterzug aufliegen, eingesetzt. Die digitale Entwurfs- und Herstellungmethode bietet eine effiziente und rationale Fertigung mit kurzer Bauzeit. Eine optimale Struktur für neue Formen der Arbeitsplatzgestaltung.