HSLU - Entwurf
Studio: Patrik Seiler, Dipl. Architekt FH SIA BSA
Das Haus und sein Ort

Museum als Haus der Geschichte

Die Lage am Weinmarkt

Der Weinmarkt wurde im 15. Jahrhundert mit allen Hauptstrassen von Luzern verknüpft, um die Wichtigkeit hervorzuheben wurden Steinplatten ausgelegt. Damals galt der Platz Weinmarkt als Hauptmarktplatz der Stadt Luzern. 1481 beschloss der Rat von der Stadt und Republik Luzern den Bau des achteckigen Mauritius Brunnen auf dem Weinmarkt. Damit wurde die Bedeutung des Platzes nochmals besonders hervorgehoben.

Heute ist der Weinmarkt von zahlreichen Geschäften des täglichen Bedarfs sowie von Gastronomiebetrieben umgeben. Die Restaurants bestuhlen bei schönem Wetter den Platz, damit jedermann die Altstadt und die Umgebungseindrücke auf sich einwirken lassen kann.

 

Standort-Dialog mit der Umgebung

Die Einpassung in das Quartier wird in einem direkten architektonischen Dialog mit der Umgebung stehen. Das Objekt sollte die bestehenden Häuser nicht in den Schatten stellen, sondern versuchen die bestehende Architektur mit dem neuen Objekt optisch, indirekt zu verbinden und manche der Eigenschaften zu übernehmen und weiterzuentwickeln. Die gewählte Gestaltung des neuen Museums passt als Fortsetzung zu den Nachbarhäusern.

 

Position und Volumetrie

Die Grundform vom vorgesehenen Museum ergab sich durch die Gebäudekanten der umliegenden Häuser. Die Form des Objektes erklärt sich selbst und städtebaulich passend, ohne eine bestimmte Form hervorheben zu wollen.

Das Gebäude mit der kleinen Grundfläche respektiert die knappe Grundfläche in der Altstadt. Das Museum ist der zukünftige Abschluss der östlichen Häuserreihe zum Weinmarkt. Ausgangshöhe meines Objektes ist die Gebäudehöhe des letzten östlichen Nachbar-Hauses. Die Angliederung an die bestehenden Häuser ist gewährleistet. Mit der ausgewählten Volumetrie des Gebäudes fügt sich das Objekt in die bestehende Umgebung ein.

 

Konzept / Entwurf

Das Museum ist sehr schlicht gehalten und versucht mit einer zeitgenössischen Architektur eine Beziehung mit den Häusern in der nahen Umgebung aufzubauen. Der Durchgang dient als Eingang zum Museum sowie als Weg-Abkürzung.

Das Haus entsteht in einem Zweischalen-Mauerwerk mit einer verputzten Fassade, welche in jedem Geschoss mit einer Einkerbung, um das ganze Gebäude, getrennt wird. Die Einkerbung dient als Unterteilung der Geschosse sowie als Ausgangspunkt für alle Öffnungen der Fassaden. Die Breite der Fenster ergab sich aus dem Thema des Durchgangs vom Erdgeschoss. Der Neubau steht, wie alle benachbarten Häuser auf einem Sockel, der in der Fassade mit einem Vorsprung gezeigt wird. Das Dach wird mit einem kleinen Vorsprung gestaltet, um eine klare Linie zwischen Dach und Fassade zu zeigen.

 

Das Museum

Das Erdgeschoss dient als Foyer und ist öffentlich zugänglich. Es beinhaltet einen grossen Empfangsraum, welcher für kleinere Events Platz bietet.

Im ersten und zweiten Obergeschoss befinden sich die Ausstellungsräume, welche die Geschichte von Luzern und Umgebung dem Besucher näherbringen wird.

Im Obersten, dem dritten Obergeschoss befindet sich eine Wechselausstellung, die sich auf spezielle historische Ereignisse von Luzern und Umgebung konzentriert.